Montag, 28. September 2009

Kanureisende

Heute musste ich mal wieder einige Zeit Zug fahren und habe mir rechtzeitig einen kleinen Artikel ausgedruckt, in dem es um bedeutende Kanureisende geht. Folgende Säulenheilige aus der (etwas ältern und auch der jüngeren) Geschichte des Canadierpaddelns und deren Reisen werden dort beschrieben:







Alle haben sich durch umfangreiche Reiseberichte von langen entbehrungsreichen Kanureisen einen Namen gemacht. Den einen oder anderen dieser Reiseberichte habe ich noch nicht gelesen. Die kalte Jahreszeit mit den langen Leseabenden steht vor der Tür.

Sonntag, 27. September 2009

Rottenburg - Bieringen

Heute vormittag bin ich mal wieder die Strecke abgepaddelt und -gestakt, die ich schon mal im Februar letzten Jahres und im April des Jahres davor mehr oder weniger erfolgreich bewältigt habe. Ich habe das Auto wieder einmal oberhalb des Rottenburger Freibads im Gebüsch geparkt und das Boot auf dem Flachwasserabschnitt eingesetzt*. Anders als die Jahre davor war aber heute kaum Wasser auf dem Fluss. Fürs Staken war der niedrige Wasserstand ideal obwohl ich an der einen oder anderen Stelle schon ein wenig zu kämpfen bekam. Dort, wo ich im Februar seinerzeit umdrehen musste weil ich gegen die Strömung nicht mehr ankam konnte ich diesmal geradeaus durchpaddeln. Aber weiter als dereinst im April bin ich diesmal auch nicht gekommen. Anderthalb Stunden bergauf paddeln und staken und eine knappe Stunde zurück sollten für heute reichen weil ich am Nachmittag noch eine Verabredung am Stocherkahn habe.

* Einstmals begannen an der Stelle die Stromschnellen, die wir als Jugendliche im GfK-Canadier meines Bruders wieder und wieder hinunter gerauscht sind. Wir trugen weder Schwimmwesten noch Helme und auch keine Neoprenklamotten und zerrten das Boot immer wieder am Ufer nach oben um den Abschnitt dann noch einmal hinunter zu sausen. Heute bremst ein Stauwehr den Fluss.

Samstag, 26. September 2009

Lampionfahrt 2009

Gestern fand statt Training die traditionelle Lampionfahrt statt. Wir waren wenige. Schade eigentlich. In früheren Jahren (letztes, vorletztes und auch davor) war das eine gut besuchte gemeinschaftsstiftende Veranstaltung.






Zunächst haben wir die Boote mit allerlei Kerzen und Laternen bestückt. Dann sind wir in der Dämmerung Richtung Neckarinsel gepaddelt. Nach einer großen Runde um die Neckarinsel ging es wieder zurück zum Bootshaus wo schon ein großes Grillfeuer loderte.



Donnerstag, 24. September 2009

Paddel geschient

Das Wildwasserpaddel, das ich vor zwei Jahren beim GOC-Treffen günstig erstanden habe, dessen Griff sich gleich bei der ersten ernsthaften Benutzung gelöst hatte und das mir schließlich auf der Nagold gänzlich entzwei gebrochen war, hat ein Nachbar von Micha jetzt fachgerecht repariert. Er arbeitet in einer Firma, die Protesen herstellt.

Ich hatte gehofft, dass da mit ähnlichen Qualitätsstandards gearbeitet wird wie in den Paddelmanufakturen, nehme nun aber wahr, dass die Leute wohl eher aus dem medizinischen Bereich kommen, der sich meiner Erfahrung nach auch noch nicht so weit vom Schröpfen und Aderlass fortentwickelt hat. Naja, ich habe mich da wohl in etwas überhöhte Erwartungen hinein gesteigert. Selber hätte ichs ganz gewiss nicht besser hingekriegt und er will ja auch nichts für die Reparatur haben.


Ich werde ihm trotzdem was für die Kaffeekasse geben schließlich taugt das Paddel jetzt gut wieder fürs Training oder auch als Ersatzpaddel.

Mittwoch, 23. September 2009

Angstkehrwasser


Als wir am Wochenende auf dem Vorderrhein unterwegs waren haben wir an der einen oder anderen Stelle angelegt und uns den Stromverlauf erst einmal gründlich angesehen. So zum Beispiel an dieser Stelle, an der mitten im Strom ein fetter Felsen liegt, der fast überspült ist und hinter dem ein ganz beachtliches Kehrwasser lauert, das sich bei mehr Wasser in ein gewaltiges Loch verwandelt. Klemens ist anschließend souverän dicht daran vorbei gepaddelt.



Wir kamen auch ein einem gewaltigen Kehrwasser vorbei, das mir im vorigen Jahr beinahe zum Verhängnis geworden war. Damals war der Wasserstand erheblich höher und die Wasserwucht um ein vielfaches kräftiger. Ich geriet (aus bloßer Inkkompetenz und mangelndem Respekt) in das in der Außenkurve des Flusses schnell drehende Kehrwasser (roter Kringel), aus dem man eigentlich nur ganz oben mittels Seilfähre (grüner Pfeil) zurück in die Hauptströmung (blauer Pfeil) kommen kann. Ich ließ mir zu viel Zeit, geriet erneut in den Sog und wäre beinahe unter dem am rechten Bildrand erkennbaren überhängenen Felsen gekentert. Seit dem habe ich enormen Respekt vor solchen "saugenden" Kehrwassern. Von der Sorte gibt es an der Stelle des Vorderrheins gleich drei hinter einander (die das Kehrwasser verursachende Felsstruktur ragt links außerhalb des Bildes ins Wasser).

Dienstag, 22. September 2009

Eichenholz

Als ich heute zur regulären Dienstagstrainingszeit zum Bootshaus gehetzt kam waren Klemens, Anita und René nebst einigen Jugendlichen schon auf dem Wasser. Mein Neid hat sie verfolgt, denn ich konnte nicht lange bleiben, hatte aber einige wichtige Kleinigkeiten zu erledigen. Diese Kleinigkeiten abhakend hastete ich durchs Bootshaus und stolperte dabei förmlich über das Eichenholz, das Felipe für die Entschärfung der Anlegerkante besorgt hat. Großartig!
Ich freue mich schon aufs Hobeln der 3,30m langen Planken, und auf die Montage am dafür bereits vorbereiteten Anleger und habe mir schon zurecht gelegt, wie ich sie fachgerecht aneinander schäften werde, weiß aber noch gar nicht wann ich dazu kommen werde da die nächsten zwei/drei Wochenenden schon wieder verplant sind.

Montag, 21. September 2009

Illanz - Reichenau

Warnung für sensible Stechpaddler: Ausschließlich Kajak-Bilder!
Am Sonntagmorgen wurde zunächst die lange Frühstückstafel gedeckt, Kaffee gekocht und dann wurden die Heranwachsenden geweckt. Anschließend wurde getafelt und Vesperbrote wurden geschmiert. Schließlich machten wir uns auf, die obere Strecke ab Illanz zu bepaddeln. Klemens übernahm dankenswerterweise Shuttle-Dienste da er mit Anita einen Wandertag einlegen wollte. So konnten wir frisch gerüstet aus der Mündung des ebenfalls kaum Wasser führenden Glenner heraus den Abschnitt abpaddeln, den ich noch nicht kannte und von dem ich immer wieder Respekt einflössende Erzählungen gehört hatte. Ich hielt mich deshalb zunächst vorwiegend im hinteren Feld unseres recht umfänglichen Rudels und Bettina machte mich jeweils lange im Voraus auf die Schlüsselstellen des Flusses aufmerksam, die allsamt bei diesem niedrigen Wasserstand keine nennenswerten Schwierigkeiten aufwiesen. Lediglich die häufigen unsanften Grundkontakte und eine kleine Rempelei zwischen zwei kleinen Blöcken (bei der ich den zu dicht hinter mir paddelnden Christoph behinderte) gaben Anlass zu geringfügigen Grübeleien (was tue ich da meinem edlen Böötchen an? Wär’ das jetzt nötig gewesen?). Ansonsten hatten wir Muße die sonst eher kniffligen Abschnitte anzuschauen, die – wenn der Wasserstand höher ist – durchaus ihre Tücken haben können. Besonders eine Schlüsselstelle noch vor dem gefürchteten Schwarzen Loch hat mich beeindruckt. Da strömt der Fluss direkt auf einen großen Felsen zu, der rechts umfahren werden muss. Genau dort bilden sich aber bei hohem Wasserstand gewaltige Wellen und eine Walze. Heute war die Stelle nicht nennenswert tückisch und bot sich zum Spielen an. Publikum war genug vorhanden weil eine große Kajak-Gruppe dort Rast machte und wir hielten uns etwas länger auf.

Das Schwarze Loch selbst ist inzwischen so umgebaut worden, dass dort ein recht netter und bei höherem Wasser auch sicher sehr spritziger Kanal entstanden ist. Die früher angespülte Felswand steht nackt und trocken in der Landschaft. Eine Mauer aus großen Steinblöcken verhindert, dass der Fluss die Wand weiter unterspült. An der Stelle kam es in der Vergangenheit zu einigen fatalen Unfällen (vor allem wohl mit Rafts). Die deshalb erfolgten Umbaumaßnahmen werden unterschiedlich bewertet. Die Kajakgruppe vor uns schien sich mit der Lösung durchaus arrangiert zu haben. Viele schulterten unten ihr Boot und trugen es für eine erneute Abfahrt wieder bergauf.
Auch anschließend bot der Fluss eine Reihe von ruhigen und dann auch wieder lebhaften gewundenen Abschnitten und mir gelange es direkt vor Holgers Kameralinse mein Boot rückwärts auf einen spitzen Stein zu manövrieren. Ich bin sehr gespannt auf seine Bilder. Meine Bilder habe ich mal wieder in einem Webalbum abgelegt – sie sind nicht so blendend und ich fange an, an meiner bislang mit Zufriedenheit gehegten kleinen wasserdichten Kamera herum zu mäkeln. Die Zoom-Funktion ist etwas unterentwickelt und sie ist entsetzlich langsam.
An der Aussatzstelle warteten Klemens und Anita bereits. Es wurde noch ein wenig mit anderer Leute Booten herumprobiert (aber es gelang mir nicht jemand in meinen kippeligen Canadier zu locken), dann wurden die Boote zurück zu den Autos getragen (dabei begegnete mir James dann doch noch ebenfalls Boote tragend) und – nach Verzehr von Idas vortrefflichem Apfelkuchen und einem durchaus kostspieligen Besuch im Shop der Kanuschule Versam machten wir und meine neuen dicken Winter-Neopren-Handschuhe uns auf die Rückfahrt nach Tübingen.

Fazit: Die inzwischen traditionelle Jugendausfahrt an den Vorderrhein, die fast schon eine "Jugend- und Erwachsenenausfahrt" geworden ist, war wieder einmal richtig nett. Der Vorderrhein bot zwar wenig Wasser und deshalb auch wenige Schwierigkeiten aber das gute Wetter versöhnte mich zumindest sehr mit dem Wassermangel. Bettina hat wieder einmal alles perfekt geplant (sie hat sogar daran gedacht für die verplanten Zeitgenossen unter uns eine Garnitur Ersatz-Neoklamotten und ein Paddel mitzunehmen). Ich bin wieder vom Wildwasservirus befallen und habe mich gleich für die Engadinfahrt in 14 Tagen angemeldet, bei der mit etwas höheren Schwierigkeiten zur rechnen sein wird

Versam - Reichenau

Am Samstagmorgen konnte ich mir Zeit lassen da meine MitstreiterINNEN nicht vor Halbelf in Versam eintreffen wollten. Ich machte – trotz der milden Temperaturen (übrigens auch in der Nacht) noch einmal ein kleines Feuerchen an, plauderte ein paar Takte mit den Hamburgern, die im Wandercanadier den Abschnitt gefahren waren, den wir heute paddeln wollten und macht mich spät auf nach Versam-Bahnhof, wo ich kurz nach 10:00 Uhr eintraf.
Daselbst umrundete ich zunächst die Kanuschule auf der Suche nach bekannten Gesichtern aber weder James noch Franziska waren da, nahm mir wieder mal vor dort nochmal einen Kurs zu machen wie Klemens das in diesem Jahr gemacht hat, dann schlenderte ich runter zum Fluss, der deutlich weniger Wasser führte als im vergangenen Jahr. Ein Felsen, der damals an der Einsatzstelle zur Gänze überspült war und ein (zumindest mich) einschüchterndes Loch bildete ragte diesmal volle 80cm aus dem Wasser und verursachte gerade mal ein nettes kleines glattes Kehrwässerchen.
Pünktlich um 10:30 trafen Bettina, Klemens, Anita, Irina und Ida ein. Wir lösten sündhaft teure Tages-Parkausweise (die aber fürs ganze Wochenende galten), luden Boote ab, stürzten uns auf Bettinas vortrefflichen Pflaumenkuchen, tranken Kaffee und zwängten uns so ganz allmählich in unsere Neoprenklamotten. Dann ging es auf den Niedrigwasser führenden glasklaren, grünlich schimmernden Vorderrhein.
Wenige andere Paddler und nur ein paar Rafts waren an diesem Samstag außer uns auf diesem Genusswildwasser unterwegs und wir fuhren jedes Kehrwasser mehrfach an, querten jede Stromzunge in wiederholten Seil- und Jet-Fähren und versuchten auf den kleineren Wellen und Walzen zu surfen, was mir ganz gelegentlich auch für kurze Zeit gelang (aus mir wird nie ein Surfer…).
Klemens und ich waren die einzigen Canadierfahrer, unsere vier weiblichen Mitpaddlerinnen fuhren Kajaks. Unsere „Könner“ (Holger, Cristoph, Robin, Katharina, Urs) waren ohnehin gleich bis Illanz durch gefahren um auch das obere Stück zu bepaddeln (allsamt in Kajaks). Sie überholten uns nach etwas drei Vierteln der ca. acht Kilometer langen Strecke und Irina und Ida schlossen sich ihnen an. Wir vier betagteren und behäbigeren PaddlerINNEN ließen uns Zeit, und übten fleißig weiter.
Einmal ergab sich die Gelegenheit den Wurfsack zu werfen weil es zu einem unfeiwilligen Schwimmer in hohen unregelmäßigen Wellen kam – meine Trefferquote ist erfreulich hoch, auch wenn ich den Sack diesmal ungefähr einen Meter zu weit nach unten geworfen habe. Auf die Weise kam mein kleiner Wurfsack mal zum Einsatz und bewährte sich dabei selbst wenn mir die Zeit bis ich das Boot auf der Kiesböschung und den Sack aus dem Gurt hervorgenestelt hatte nervenzermürbend lang erschien.

An der Aussatzstelle wartete Roland wie im vergangenen Jahr mit frisch aufgebrühtem Kaffee auf uns und in einem mittelprächtig aufwändigen logistischen Verfahren wurden die Autos und Paddler und Boote wieder zusammen- und zum Campingplatz gebracht.

Als alle geduscht, die Zelte aufgebaut und alle abenteuerlichen Paddelmanöver des Tages aus allen Perspektiven analysiert waren machten wir uns ans Maultaschenkochen. Selbige wurden dann bei einbrechender Dunkelheit an der langen Tafel neben dem lodernden Feuerchen verspeist. Es gab keinen Wein weil niemand daran gedacht hatte, die Bierrationen waren auch begrenzt, wir waren alle müde und gingen recht früh ins Bett.

Wieder am Vorderrhein

Am Freitag bin ich pünktlich um 12:30 Uhr aus dem Büro abgehauen und direkten Weges zum Campingplatz Carrera gefahren. Da der Rest des Tübinger Paddelrudels erst Samstagmorgen losfahren wollte, hatte ich mich von vorne herein auf einen ruhigen einsamen Campingabend eingestellt und außer einem netten Hamburger Paar war auch niemand auf dem kleinen feinen Platz, der mir einen Strich durch diese Rechnung hätte machen können. Die Campingplatz-Betreiber kamen kurz vorbei und füllten das Brennholzlager auf, aus dem ich mir ein/zwei Scheite herausgriff um sie nach und nach im kleinen Brenner auf einem flachen Stein vor dem Zelt zu verheizen. So verbrachte ich einen ruhigen Abend zunächst in die allmählich dunkler werdende Alpenwelt schauend und anschließend ins hell lodernde Feuer starrend. Very relaxing!

Donnerstag, 17. September 2009

Doppelgänger

Schon vorgestern war ein Buch von Sam Cook in der Post und heute wieder. Nur fürchte ich, dass das heutige Sam Cook-Buch wenig mit dem Autor des vorgestrigen zu tun hat. Jener ist ein englischer Kanu-Instrukteur, der (trotz des auf dem Cover abgebildeten Seekajaks) ein recht nettes anschauliches Lehrbuch vor allem zum Stechpaddeln aber auch für Kajaker unter dem leicht reißerischen Titel "Canoeing in a week" veröffentlicht hat und der andere ist ein amerikanischer Essayist der Outdoor-Themen behandelt. Das Lehrbuch habe ich weitestgehend durch - nix phänomenales aber anständig, die Essays nehme ich mit übers Wochenende aber dass ich am Vorderrhein viel zum Lesen komme wage ich mal zu bezweifeln.
Tja und dann gibts da noch diesen Sam Cooke...



...der nun überhaupt nichts mit Canadiern zu tun hat.

Mittwoch, 16. September 2009

Sachen packen

Noch vor der Arbeit gestern habe ich meine Paddelsachen zusammengepackt, durchgesehen, gereinigt und geordnet. Da es heute wieder deutlich wärmer geworden ist habe ich mal noch die Neoprensachen dazu gepackt. Den Trockenanzug kann ich ja noch ein wenig schonen. Morgen abend hole ich - nach dem Einkauf des Proviants - mein Boot aus dem Bootshaus und fahre mit einem Auto voller Camping- und Paddelsachen und Boot auf dem Dachträger am Freitagmorgen ins Büro. Von da aus geht es am Freitagmittag los an den Vorderrhein (wie vor einem Jahr). Endlich mal wieder etwas wilderes Wasser nach diesem paddelfreien Urlaub und den gegenwärtigen Tiefstpegeln!

Montag, 14. September 2009

Stilübungen

Als Klemens am Freitag uns Flachwasserpaddler fotografierend vom Ufer aus begleitet hat sind ein paar nette Aufnahmen entstanden, die ich mir gerne anschaue. Besonders nett finde ich das Bild, auf dem ich mein Boot wie ein Spielzeugauto hinter mir her ziehe weil es mir zu dumm war mich in dem flachen Wasser mit dem Paddel immer wieder am Grund abzustoßen. Das andere Bild zeigt Offside-Carven, wie es mir auf Flachwasser ganz passabel gelingt. In bewegterem Wasser mache ich eine weit schlechtere Figur.

Differenzen

Wie Klemens gestern mit unseren beiden Booten vor mir her fuhr fiel mir wieder einmal auf, wie unterschiedlich diese Boote ausgeformt sind. Der Übergang von Kiel zu Steven ist bei seinem Prodigy etwas balliger als ein Tennisball während mein Phantom an der Stelle ungefähr die Ausmaße eines ausgewachsenen Fußballs erreicht. Kein Wunder, dass ich mit dem Boot so schlecht gegen die Strömung ankomme, langsam bin und aber auch über heftigste Wellen einfach hinweg hopse, in die andere Boote tief eintauchen und dabei leicht mal Wasser über nehmen.

Es ist auch so, dass der Phantom ca. 5 cm höhere Bordwände hat als der Prodigy - gleichzeitig steigen sie viel steiler von den Chines aus an, er reagiert also erheblich empfindlicher auf Seitenströmungen. Dafür ist der Boden flacher, so dass die stärker ausgeformten Kanten präziseres Carven erlauben. So hat jede kleine Differenz in der Rumpfgestaltung Vor- und Nachteile.
Wenn ich lediglich ein Wildwasserboot haben dürfte würde ich eines wie den Prodigy (oder einen Outrage) wählen. So kann ich jetzt für die fürs Wochenende geplante Vorderrheinfahrt den Wuchtwasserfähigeren Phantom nehmen und wenns mal wieder auf Bäche mit mehr Tourencharakter geht nehme ich den Fantasy.
Auf diesem Bild von Klemens (auf dem die stets willkommene und dringend erforderliche Erleuchtung über mich kommt) vom Ferientraining im August sind Phantom und Fantasy mal im direkten Vergleich zu sehen. die Wasserlinie beider Boote ist fast gleich lang auch wenn der Phantom erheblich kürzer ist. Bug und Heck des Fantasy, der ursprünglich ein Slalom-Boot ist, ragen weit aus dem Wasser.

Sonntag, 13. September 2009

Sonntagmorgenfahrt

Weil an diesem herrlichen Früherbstwochenende gerade mal der Sonntagmorgen zum Paddeln zur Verfügung stand haben Klemens und ich heute morgen um Halbzehn einen Ausflug nach Oferdingen gemacht. Wir haben ein Auto in Mittelstadt platziert und sind mit den kleinen Wildwasserbooten vom Oferdinger Wehr an abwärts gepaddelt. Gleich zu Anfang kommen rechts vier nette kleine Kehrwässer, in denen wir einen Weile geübt haben. Mir wurde schnell langweilig (der wirkliche Grund war wohl, dass ich nicht in Form war) und ich habe noch ein fünftes Kehrwasser gebaut Mal sehen ob es nächstes Mal noch da ist - heute war entsetzlich wenig Wasser auf dem Fluss. Dann sind wir noch ein Stück abwärts zum "liegenden Pferd/Gaul" gefahren, einen großen Stein mitten im Flussverlauf aber auch um diesen floss das Wasser sanft und harmlos herum.



Klemens hat eifrig in den Kehrwasser geübt und ich hätte das auch tun sollen, wollen wir doch nächstes Wochenende an den Vorderrhein aber meine gestrigen handwerklichen Tätigkeiten haben mich offenbar so ausgelaugt, dass ich etwas müde nebenher gepaddelt bin.

In Mittelstadt haben wir noch zugeschaut wie am dortigen Biergarten der Schatten spendende Großfallschirm für die Wintersaison eingeholt wird und sind dann flugs zurück gefahren. Pünktlich um die Mittagszeit waren wir wieder am Bootshaus.